Donnerstag, 25. Mai 2017

[Neuzugänge] April #2 Klassiker


Im Zuge des Büchermarktes im April habe ich mir einige Klassiker zugelegt.
Insgesamt habe ich dafür 15€ ausgegeben und meine Reclam Sammlung aufgestockt.


Homo faber - Max Frisch:

Das geregelte Leben des Schweizer Ingenieurs Walter Faber gerät nach und nach aus den Fugen: Auf einer Schiffsreise verliebt er sich in die junge Sabeth. Zu seiner Verblüffung erfährt er, dass sie die Tochter seiner Jugendliebe Hanna ist, die er - von ihm schwanger -, verlassen hatte. Was er nicht weiß: Hanna hat das gemeinsame Kind nicht wie vereinbart abgetrieben...
Homo Faber stand schon seit geraumer Zeit auf meiner Klassiker-Wunschliste. Als ich es für 2€ gesehen habe, musste es natürlich gleich mit. 
Ich bin sehr gespannt, die Meinungen dazu sind sehr kontrovers.

Die Judenbuche- Annette von Droste HülshoffFriedrich Mergel durchlebt nach dem Tod seines Vaters in einem westfälischen Dorf eine Jugend als Außenseiter. Nach und nach wird er in die Machenschaften seines Onkels verwickelt. Nach dem Mord an dem Juden Adam unter einer Buche flieht Fríedrich zusammen mit seinem einzigen Freund. Die jüdische Gemeinde kauft den Baum und bringt in der Hoffnung auf höhere Gerechtigkeit für den ungesühnten Mord eine Spruch mit einer Warnung an. Eines Tages findet man tatsächlich einen Toten unter dem Baum ...

The Martian Chronicles - Ray Bradbury 
Bradburys faszinierender SF-Klassiker von 1950 hat durch die Discovery-Expedition neue Aktualität erhalten, übrigens beginnt das Ensemble der 26 Kurzgeschichten im Jahre 1999. Die Kolonisierung des Mars durch irdische Siedler trägt die traumatischen Züge des Kolonialismus, ein Paradies wird zerstört, Ignoranz und Unvernunft löschen das Leben auf dem friedlichen Planeten aus...
Von Ray Bradbury habe ich im April Fahrenheit 451 gelesen und es hat mir richtig gut gefallen. Aus diesem Grund habe ich ein weiteres Werk von ihm bei mir einziehen lassen und bin gespannt wie es sich im Original lesen lässt.

Viel Lärm um nichts - William Shakespeare
Shakespeares »Viel Lärmen um nichts« inszeniert, auf der Folie eines überstandenen Feldzugs, einen Kampf der Geschlechter. Die Komödie zeigt, vor allem in der Nebenhandlung um die streitbaren Benedict und Beatrice, die zu den markantesten Figuren des Stücks gehören, das ebenso heitere wie existentielle Ringen um Anerkennung und Selbstbehauptung in Beziehungen und Gesellschaft.
Quelle reclam 

Mrs. Dalloway - Virginia Woolf  An einem warmen Junitag im Jahr 1923 geht Mrs. Dalloway früh am Morgen aus dem Haus, um Blumen zu kaufen für die Abendgesellschaft, die sie an diesem Tag geben wird. Die Handlung wird skandiert durch die Glockenschläge von Big Ben. Neben den äußeren Ereignissen spielen Gedanken, Gefühle und Erinnerungen der oft nur locker miteinander verbundenen Romanfiguren eine große Rolle. Durch die Verwendung neuer Erzähltechniken - erlebte Rede, innerer Monolog - gelingt es Woolf, diese Bewusstseinsvorgänge mit großer Unmittelbarkeit und Intensität zu gestalten. Dies gelingt auch der neuen Übersetzung von Hans-Christian Oeser.
Quelle: reclam 
Ich liebe die Bloomsbury Group und auch Virginia Woolf. Aus diesem Grund konnte ich an beiden Werken von ihr nicht vorbeigehen und freu mich darauf diese zu lesen, besonders weil ich noch eine Biografie von ihr habe, auf die ich sehr gespannt bin.
Ein Zimmer für sich allein-Virginia Woolf 
Was wäre gewesen, wenn Shakespeare eine Schwester gehabt hätte, genauso begabt wie er? Welche Widerstände hatten Jane Austen oder die Brontë-Schwestern zu überwinden, um ihre Romane schreiben und veröffentlichen zu können? Diese und andere Fragen erörtert Virginia Woolf in ihrem brillanten Essay über ›Frauen und Literatur‹. »Fünfhundert Pfund im Jahr und ein eigenes Zimmer« sind Voraussetzungen dafür, dass auch Frauen große Literatur produzieren. Das bedeutet: Unabhängigkeit. Und die hatten Frauen über Jahrhunderte nicht.
Quelle:reclam 
Bei Literaturlärm habe ich ein Video gesehen, indem sie dieses feministische Essay vorgestellt hat.

Kennt ihr einen dieser Klassiker? Lest ihr überhaupt welche? 
Oder habt ihr welche in der Schule lesen müssen und fandet sie doof?

Sonntag, 14. Mai 2017

[Rezension] Giants - sie sind erwacht - Sylvain Neuvel

                     Erscheinungsdatum Erstausgabe : 08.08.2016
Verlag : Heyne
ISBN: 9783453316904
   Flexibler Einband 400 Seiten
             Sprache: Deutsch           
Preis: 14,99€
          
Vor 17 Jahren ist die kleine Rose auf eine überdimensionale Hand gestoßen, jetzt ist sie Teil eines Forscherteams, das auf der ganzen Welt weitere Körperteile dieses Roboters sucht. Anscheinend liegt dieses Exponat schon seit über sechstausend Jahren auf  der Erde. Es stellt sich die Frage, wer hat es schaffen und was bedeuten die ominösen Schriftzeichen? Das Experten Team um Dr. Rose Franklin muss schnell handeln, denn die Großmächte dieser Erde sind ebenfalls an dem Roboter interessiert.

Schon mit den ersten Seiten fällt dem Leser auf, dass es sich hierbei um kein gewöhnliches Buch handelt. Die Geschichte wird in „Files“ erzählt, in Form von Interviews, Tagebucheinträgen und Protokollen. Dadurch erfährt der Leser Stück für Stück immer mehr über die Ereignisse und hat nicht von Anfang an das Gefühl über alles Bescheid zu wissen. Bei den ersten Einträgen hab ich mich noch gefragt, ob der Autor es wirklich schaffen kann mit diesem Stilmittel eine vollständige Geschichte zu erzählen und die Antwort lautet  definitiv „ja“. Die verschiedenen Charaktere zeichnen sich dadurch aus, dass wir Tagebucheinträge von ihnen lesen, Protokollaufzeichnungen oder Interviews. Jeder Charakter, von Dr. Rose Franklin, bis zu Kate und Ryan oder Vincent, hat jeder seine eigene Art zu sprechen oder Fragen zu beantworten. Zu Beginn jeden Kapitels stehen der Name der Person, ihre Funktion und der Ort an dem das Gespräch oder ähnliches stattfindet.  Dadurch verliert der Leser nicht den Überblick und weiß genau mit welcher Person er es zu tun hat. Nur der „Interviewer“ bleibt unbekannt. Sowohl die Charaktere wissen nicht genau wer er ist und der Leser erst recht nicht.
Dieses Werk beinhaltet so viel mehr als ein Science Fiction Roman auf den ersten Blick vermuten lässt. Neben Physik, Biologie und Mathematik spielen auch Linguistik, Geschichte und Politik eine Rolle. Und zwar so, dass der Leser, der sich nicht mit diesen Fachgebieten zu tun hat mühelos alles verstehen kann, ohne dass es banal klingt.


Mittwoch, 10. Mai 2017

[Neuzugänge] April #1


Im April sind 14 Printbücher bei mir eingezogen.
Der Grund dafür war, das bei uns in der Stadt Büchermarkt war und es Bücher für 4€ gab und Reclam Heftchen für die Hälfte des Preises. Da musste ich zuschlagen und von dort sind ganze 12 Bücher bei mir eingezogen.
gekauft: 13
Rezensionsexemplare:1
davon
deutsch:13
englisch: 1
aktueller Substand: 173
Ausgaben: 40,38€

Sonntag, 7. Mai 2017

[Buchtipp] Die Geschichte der Bienen - Maja Lunde



Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.03.2017
Verlag : btb
ISBN: 9783442756841
Fester Einband 512 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis:20,00€


1852: Der Biologe und Samenhändler William lebt zusammen mit seiner Frau, seinem einzigen Sohn und seinen sieben Töchtern in England. Er forscht über Bienen und möchte seinem Sohn Edward und seinem Mentor Rahm imponieren und verschreibt sich ganz der Bienen und ihrer Lebensweise. Er verfällt nach mehreren Rückschlägen immer wieder in schwere Depressionen und kann sein Bett nicht mehr verlassen und ist somit seiner großen Familie keine große Hilfe Gelingt es ihm dennoch Erfolge durch seine Forschung zu erlangen?

2007: George lebt in Amerika, Ohio, mit seiner Frau Emma und seinem Sohn Tom. Er betreibt eine Imkerei und möchte, dass sein Sohn diese eines Tages übernimmt. Doch dieser beschließt eine akademische Laufbahn einzuschlagen. Nicht nur das trifft den Vater, sondern auch ein großer Kollaps bahnt sich an. Immer mehr Bienen sterben-nicht nur in seiner Imkerei, sondern die ganze USA ist vom großen Bienensterben betroffen. Kann er sich und seine Familie über Wasser halten?
2098: Tao lebt mit ihrem  Mann Kuan und ihrem dreijährigen Sohn Wei-Wen in China. Dort geht sie jeden Tag ihrer Arbeit als Handbestäuberin nach, denn Bienen gibt es schon lange keine mehr. Nicht nur die Insekten mussten einen großen Verlust verzeichnen, auch die Menschen sind nicht mehr so zahlreich auf der Erde wie ein Jahrhundert zuvor. Eines Tages erschüttert der Unfall des kleinen Sohnes das Ehepaar und auch die Regierung ist auf den Vorfall aufmerksam geworden.

Die norwegische Autorin Maja Lunde erzählt in drei Handlungssträngen, auf drei Kontinenten, drei Geschichten. Jede von ihnen hat eines gemeinsam, den Bezug zu Bienen.
Wir erleben die anfängliche Erforschung von Bienenstöcken, die Anfänge des Bienensterbens und eine mögliche Zukunft in der es keine Bienen mehr gibt und wie  die Menschheit mit dem Verlust der Insekten vor Jahrzehnten umgeht. Auch wenn die Geschichten in verschiedenen Jahren spielen und auf verschiedenen Kontinenten, wird die Abhängigkeit voneinander sehr deutlich. Der Leser wird durch kurze Kapitel, welche sich immer wieder abwechseln durch die Geschichte der Bienen geführt.
Jede Familie kämpft mit Existenzängsten, welche sehr von den Bienen abhängt.  Auch die Beziehung der Erwachsenen zu ihren Kindern wird deutlich und die Bienen haben einen sehr starken Einfluss darauf. Jeder Hauptcharakter hat seine Eigenarten, die den Leser manchmal zweifelnd zurücklässt. Alle drei Handlungsstränge sind spannend und interessant. Der Leser weiß vom Anfang an auf was es hinausläuft, auf das große Bienensterben, und leidet mit allen drei Protagonisten mit.  
Auch wenn die verschiedenen Personen mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben, dreht sich alles um die Bienen, um die Existenz und um die Familie, insbesondere das Verhältnis zu den Kindern. Die Bienen sind hier das Gerüst, das alles aufrechterhält und  lebensnotwenig ist.
Dadurch, dass mein Opa selbst Bienen hatte und selbst Honig geschleudert hat, hatte ich bereits Vorwissen zum Thema Imkerei. Es hat mir viel Spaß gemacht, einen Roman zu lesen, in dem diese kleinen Insekten eine große Wirkung haben. Maja Lunde hat keinen Roman geschrieben, der mit Fakten überfüllt ist, sondern einen Roman mit viel Gefühl und einer tollen Story, in der Bienen einen großen Teil einnehmen und deutlich macht, wie sehr die Menschheit diese fleißigen Insekten braucht.

Samstag, 6. Mai 2017

[Erfahrungsbericht-Rezension] Der letzte Überlebende - Sam Pivnik

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.03.2017
Verlag : Theiss
ISBN: 9783806234787
Fester Einband 304 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 19,99€

Samstag, 29. April 2017

[Rezension] Das Gehirn meiner Großmutter - Tanya Byron

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 31.08.2015
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442754809
  • Fester Einband 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch 
  • Preis:  19,99€


    »Mein Interesse am Gehirn wurde geweckt, als ich die Frontallappen meiner Großmutter auf dem Fußboden ihres Wohnzimmers verspritzt sah.«