Sonntag, 14. Mai 2017

[Rezension] Giants - sie sind erwacht - Sylvain Neuvel

                     Erscheinungsdatum Erstausgabe : 08.08.2016
Verlag : Heyne
ISBN: 9783453316904
   Flexibler Einband 400 Seiten
             Sprache: Deutsch           
Preis: 14,99€
          
Vor 17 Jahren ist die kleine Rose auf eine überdimensionale Hand gestoßen, jetzt ist sie Teil eines Forscherteams, das auf der ganzen Welt weitere Körperteile dieses Roboters sucht. Anscheinend liegt dieses Exponat schon seit über sechstausend Jahren auf  der Erde. Es stellt sich die Frage, wer hat es schaffen und was bedeuten die ominösen Schriftzeichen? Das Experten Team um Dr. Rose Franklin muss schnell handeln, denn die Großmächte dieser Erde sind ebenfalls an dem Roboter interessiert.

Schon mit den ersten Seiten fällt dem Leser auf, dass es sich hierbei um kein gewöhnliches Buch handelt. Die Geschichte wird in „Files“ erzählt, in Form von Interviews, Tagebucheinträgen und Protokollen. Dadurch erfährt der Leser Stück für Stück immer mehr über die Ereignisse und hat nicht von Anfang an das Gefühl über alles Bescheid zu wissen. Bei den ersten Einträgen hab ich mich noch gefragt, ob der Autor es wirklich schaffen kann mit diesem Stilmittel eine vollständige Geschichte zu erzählen und die Antwort lautet  definitiv „ja“. Die verschiedenen Charaktere zeichnen sich dadurch aus, dass wir Tagebucheinträge von ihnen lesen, Protokollaufzeichnungen oder Interviews. Jeder Charakter, von Dr. Rose Franklin, bis zu Kate und Ryan oder Vincent, hat jeder seine eigene Art zu sprechen oder Fragen zu beantworten. Zu Beginn jeden Kapitels stehen der Name der Person, ihre Funktion und der Ort an dem das Gespräch oder ähnliches stattfindet.  Dadurch verliert der Leser nicht den Überblick und weiß genau mit welcher Person er es zu tun hat. Nur der „Interviewer“ bleibt unbekannt. Sowohl die Charaktere wissen nicht genau wer er ist und der Leser erst recht nicht.
Dieses Werk beinhaltet so viel mehr als ein Science Fiction Roman auf den ersten Blick vermuten lässt. Neben Physik, Biologie und Mathematik spielen auch Linguistik, Geschichte und Politik eine Rolle. Und zwar so, dass der Leser, der sich nicht mit diesen Fachgebieten zu tun hat mühelos alles verstehen kann, ohne dass es banal klingt.